Hund

Grundsätzlich ist jeder mittelgroße, gesunde, aufgeschlossene und menschenfreundliche Hund für die Arbeit als Rettungshund geeignet. Der Hund sollte bei Ausbildungsbeginn idealerweise 6-12 Monate alt sein (maximal etwa zwei Jahre), wesensfest und absolut aggressions- und angstfrei gegenüber Mensch und Tier. Die Ausbildung des Teams dauert zwei bis drei Jahre.

Die gute Nasenarbeit, ein ausgeprägter Spieltrieb und das verlässlich entwickelte Sozialverhalten sind neben der körperlichen Leistungsfähigkeit die besten Voraussetzungen für die Rettungshundearbeit.

Die generelle Überlegenheit des Hundes zeigt sich durch seinen ausgeprägten Geruchssinn.

Rund 1/8 des Gehirns des Hundes und 50% des Inneren seiner Nase werden zur Erfassung und Verarbeitung des Geruchs genutzt. Beim Menschen sind diese Bereiche weitaus geringer. Hierzu zum Vergleich: Beim Menschen beträgt die Fläche der Riechschleimhaut ca. 10 cm², bei einem Hund mittlerer Größe, erreicht diese ca. 170 cm². Neben der größeren Fläche der Riechschleimhaut besitzt der Hund auch eine höhere Dichte an Riechzellen. Die menschliche Nase enthält etwa 5 Millionen Riechzellen, beim Dackel sind es ca. 125 Millionen und beim Schäferhund etwa 220 Millionen Riechzellen. Ein weiterer Vorteil des Hundes bei der Erfassung des Geruchs ist, dass er sozusagen stereo riechen kann. Das bedeutet, Hunde erfassen nicht nur den Geruch an sich, sondern können auch bestimmen, aus welcher Richtung er kommt.